00:02:46: Gnade sei mit dir und Friede von Gott, der da ist, Der da war und der da sein wird.
00:03:41: Es is Sommer!
00:03:42: Morgens zwitschern die Vögel Die Rosenduften Achter.
00:03:46: Sommer Mit seinen Möglichkeiten Und es iß kein Wunder finde ich Dass manchen dann Gott einfällt.
00:03:54: Mein Gott wie schön Das kommt vielen in den Sinn Und über die Lippen Wenn die Rosen so üppig blühen.
00:04:01: Man könnte meinen Gott selbst will einen damit erinnern.
00:04:05: Schaut doch mal, wie schön ich die Welt für euch gemacht habe.
00:04:11: Lobet den Herren.
00:04:12: haben deshalb die Liedermacher früherer Zeiten gesungen – Paul Gerhard zum Beispiel, den die Schönheit der Natur inspiriert hat.
00:04:22: Sein Lied passt zu dieser Zeit!
00:04:25: Paul Gerard lobt Gott weil er so wunderbar für seine Menschen sorgt.
00:04:30: Lobet den Herren alle, die ihn ehren.
00:04:33: Lasst uns mit Freuden seinen Namen singen und Preis und Dank zu seinem Alter
00:04:38: bringen.".
00:04:41: Und in der nächsten Strophe lobt er was scheinbar selbstverständlich ist – und doch wenn Näherinnen betrachten ein kleines Wunder!
00:04:50: Der unser Leben, das er uns gegeben, In dieser Nacht so väterlich bedeckert und aus dem Schlaf uns fröhlich auf erweckert, lobet den Herrn.
00:05:03: Paul Gerhardt, der Liederdichter hat in seinen Liedern beschrieben wie man da plötzlich sein eigenes Leben mit anderen Augen sieht.
00:05:11: Denn Loben zieht nach oben!
00:05:16: Paul Gerhart öffnet die Sinne für das scheinbar Selbstverständliche wenn er dichtet.
00:05:22: Dass unsere Sinnen wir noch brauchen können und Händ-und Füße, Zungen und Lippen regen – Das haben wir zu danken seinem Segen.
00:05:33: Und es geht weiter Das Dieb und Räuber, unser Gut-und Leiber nicht angetast und grausamlich verletzet.
00:05:42: Da wieder hat sein Engel sich
00:05:44: gesetzt.".
00:05:45: Lobet den Herrin!
00:05:48: Vielleicht denkst du Naja der Paul Gerhardt hat gut reden Und schönen Tagen fällt es einem leicht so ein Lied zu singen.
00:05:58: Aber kann man denn Gott so naiv loben?
00:06:02: Gibt es nicht genug Unheil und Elend in der
00:06:05: Welt?!
00:06:06: Krieg und Naturkatastrophen, das einem das Loben vergeht und das Singen im Hals stecken bleibt?
00:06:13: Du hast recht.
00:06:15: Aber eine Mann wie Paul Gerhardt kann man eigentlich einen naiven Glauben nicht vorwerfen, finde ich!
00:06:21: Als er sein Lied, der war der dreißigjährige Krieg gerade erst fünf Jahre vorbei.
00:06:32: Paul Gerhart hatte seine Schrecken erlebt.
00:06:35: Sein Heimatort und sein Elternhaus waren zerstört.
00:06:40: Ganz in seiner Nähe ist die Bürgerstadt Magdeburg untergegangen, die ganze Stadt wurde verbrannt.
00:06:48: Vier von fünf Kindern Paul Gerhardt sind an der Pest gestorben, die den Krieg gefolgt war.
00:06:56: Nein!
00:06:57: Die Welt ist nicht das Paradies.
00:07:00: Das hat Paul Gerhart auch gewusst.